ÖDP verurteilt Anschlag auf jüdisches Leben in Halle

Jens-Eberhard Jahn (ÖDP): „Engagement gegen Antisemitismus bleibt tägliche Aufgabe der Zivilgesellschaft.“

Jens-Eberhard Jahn, Mitglied des Bundesvorstands der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), erklärt zur Debatte um die Konsequenzen aus dem Anschlag in Halle vom 9. Oktober 2019: „Bessere Sicherheitsvorkehrungen an jüdischen Einrichtungen schützen vor antisemitischen Massenmördern und Amokläufern. Doch gepanzerte Synagogentüren schützen nicht vor gesellschaftlichem Antisemitismus.“

Antisemitismus gedeihe am besten in einer sozial gespaltenen Gesellschaft. In einer politischen Landschaft, die sich in den letzten Jahren vorwiegend auf dem rechten Auge als blind erwiesen hätte. Judenfeindlichkeit müsse daher, so Jahn, sozialpolitisch, bildungspolitisch und mit allen rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft werden. Der Attentäter habe sich ausgerechnet den Versöhnungstag, Jom Kippur, für seine widerliche Tat ausgesucht.

Daher fragt sich Jens-Eberhard Jahn: „Wie gut waren die Laubhütten beim zu Ende gehenden Laubhüttenfest geschützt? Wie gut sind sie am wöchentlichen Tag der Schöpfung und Befreiung, dem Sabbat, geschützt? Wie gut werden am Dienstag zu Simchat Torah die Torahrollen geschützt sein?“ Die in der Torah formulierten Weisungen seien Grundlage unserer Ethik und könnten, so Jahn, in zwei Worten zusammengefasst werden: „Tikkun olam“ - „Heilung der Welt“.

„Die ÖDP setzt sich für eine Verbesserung der Welt, für eine Verbesserung der Sicherheit von Jüdinnen und Juden und gegen Antisemitismus ein. Damit stehen wir an der Seite aller Jüdinnen und Juden, an der Seite aller von politischer Verfolgung Bedrohten, nicht nur in Sonntagsreden nach Attentaten. Denn wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Hass auf ethnische Minderheiten und religiöse Gruppen bleibt tägliche Aufgabe“, so Jahn abschließend.

Die wiederaufgebaute Neue Synagoge an der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte. Foto: Louise_S/Pixabay.

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