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ÖDP Brandenburg entsetzt über Sorglosigkeit bei Tesla Brand

Laxer Umgang mit Gefahrengut: Wegen mangelnder Sorgsamkeit und nicht ausreichender Schulung der Mitarbeiter brannte in der Gigafactory Grünheide erneut ein Container.

Die Feuerwehr musste Donnerstag Nacht auf dem Tesla-Gelände in Grünheide vor der Gießerei löschen. Der Inhalt eines Abfallcontainers, eigentlich für heiße Schlacke aus dem Rohofen genutzt, geriet in Brand nachdem Tesla-Mitarbeiter dort Müll, wie Holz, Metall, Kabel und auch Teppichreste entsorgt hatten.

Die heiße Schlacke entsteht bei der Aluminium-Produktion, wenn die Fahrwerksteile gepresst werden. Die Aluminiumschlacke sollte in dem betroffenen Container gesammelt und zeitnah abgeholt werden. Wie die Märkische Oderzeitung am 26.08. in ihrem Artikel dazu vermerkt, „brenne der Container mittlerweile das dritte oder vierte Mal, weil die Mitarbeiter unterschiedlichster Nationen schwer informierbar seien“, wie es aus dem Tesla-Umfeld zu vernehmen ist.

Der ÖDP Landesvorsitzende Thomas Löb ist über solch innerbetriebliche Zustände entsetzt: „Gibt es überhaupt die vorgeschriebene Position von Brandschutzbeauftragten bei Tesla, die laut Störfallgutachten auch zwingend notwendig sind? Wer kontrolliert behördlich eigentlich deren Existenz und den Pflichtnachweis von regelmäßiger Fortbildung? Wie kann man unter solch Verhältnissen eine Betriebsgenehmigung erteilen und aufrechterhalten?"

Nach einer Stunde war angeblich der Brand unter Kontrolle. Angeblich verdampft das Löschwasser größtenteils und soll nicht in den Regenwasserkanal gelangt sein. Was schwerlich vorstellbar erscheint, wenn man sich das Belegfoto von vor Ort näher ansieht. Dies zu beweisen steht nun für Tesla aus. Den Beweis einzufordern ist die Behörde in der Pflicht.

Nicht überraschend ist, dass bei Notfällen nicht adäquat auf dem Areal reagiert wird. Vor wenigen Monaten bereits forderte die ÖDP Brandenburg nach dem Ausfluss eines wassergefährdenden Stoffes auf dem Tesla Gelände, „dass der Betrieb ruhen muss, bis eine umfassende Störfallvorsorge vorliegt. Außerdem müssen Informationen zum behördlichen Überwachungsplan, zu Vor-Ort-Besichtigungen bei Tesla gemäß §§ 16 und 17 der 12. BImSchV sowie weitere Informationen nach dem Umweltinformationsgesetz bekannt gemacht werden. Die Landesregierung muss für den Schutz von Mensch und Umwelt einstehen und nicht das Recht der Brandenburger auf Fürsorge und Gesundheit den Interessen eines Unternehmens opfern.“ (ÖDP Pressemeldung vom 17.4.22)

Es darf nicht sein, dass es keine Sicherstellung ausreichender Qualifikation und Unterweisung aller Beschäftigten zum Thema Brandschutz gibt, egal welcher Muttersprache sie angehören. Hier in Grünheide wird mit gefährlichen Werkstoffen umgegangen, zudem auf einem hochsensiblen Trinkwasserschutzareal, Lebensgrundlage vieler Menschen und Tiere!

Brandschutzbeauftragte übernehmen i.d.R. innerhalb ihres Unternehmens auch die Beratungsaufgabe gegenüber Führungskräfte zum Thema „Brandschutz“ sowie die regelmäßig Betriebsunterweisung aller Beschäftigten, sie wirken beim Beurteilen der Brandgefährdung an Arbeitsplätzen mit. Sie benötigen deshalb eine entsprechende Fachkunde um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können. Eine weitere Brandschutzbeauftragten-Pflicht ist auch die Teilnahme an behördlichen Brandschauen. Regelmäßig müssen Brandschutzbeauftragte die Arbeitsstätte begehen, die dabei festgestellten Mängel und Fehler sind zu protokollieren. Der Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand DGUV fordert deshalb von Brandschutzbeauftragten ein ihr Brandschutzwissen in regelmäßig angebotenen Fortbildungen aktuell zu halten. Die Frage ob das wohl auch bei Tesla gälte, erübrigt sich wohl dann von selbst?

Aktuelle Berichterstattung über den Vorfall in der Märkischer Oderzeitung, 26-08-2022

www.moz.de/lokales/erkner/gigafactory-in-gruenheide-container-brennt-auf-tesla-gelaende-_-wie-schnell-war-der-brand-unter-kontrolle_-66212669.html

 

Pressekontakt:
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)

Landesverband Brandenburg
– Landespressestelle –
Gartenstraße 2, 16798 Fürstenberg


E-Mail:presseoedp-brandenburg.de
Internet: www.oedp-brandenburg.de
Ansprechpartner:  Thomas Löb

thomas.loeb@oedp.de - 0175-9966701

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