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Löschwasser vergiftet Fische in Gewässern

ÖDP Brandenburg zum Großbrand in Berliner Galvanik-Unternehmen und nachfolgender Umweltkatastrophe.

Berlin/Brandenburg. Eine Katastrophe kommt selten allein: Am Donnerstag vernichtete ein Großbrand in Berlin-Marienfelde die 5.000 Quadratmeter große Halle eines Galvanik-Betriebs. 170 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen und eine giftige Wolke in der Atemluft. Am Sonntag musste die Wehr schon wieder per Nina- und Katwarn-App Bewohner der Region im Süden der Hauptstadt sowie in Rudow und Schönefeld in Brandenburg informieren: In Gewässern trieben Hunderte tote Fische!

Die Tiere im Süden Berlins verendeten, weil Gift mit dem Löschwasser nach der Brandkatastrophe durch die Kanalisation ins Klärwerk der Berliner Wasserbetriebe in Waßmannsdorf gelangte. Dort schädigten Chemikalien (etwa Blausäure) die Mikrobiologie in den Klärbecken. Die biologische Abwasserreinigung brach zusammen. Das Gift trieb daher weiter und landete in Gewässern. Dort brachte es die Fische um.

„Das zeigt, welche unberechenbaren Gefahren solche Fabrikanlagen und Situationen bergen“, kommentiert der Landesvorsitzende der ÖDP Bandenburg, Thomas Löb, das Feuer und seine fatalen Folgen. Löb nimmt die Katastrophe zum Anlass, auf ähnliche Szenarien hinzuweisen, die in der Region drohen: „Im nahen Grünheide baut Tesla seine Gigafactory – bis heute ohne Baugenehmigung. Auch dort sollen Chemikalien zum Einsatz kommen, aber Tesla verweigert jeden Einblick in die Stoffe und die Mengen, die dort auf dem Gelände eingesetzt werden – obwohl die Fabrik sogar in einem Wasserschutzgebiet steht.“

Für die ÖDP ist dies ein Unding. Und der Berliner Großbrand ein Menetekel: „Das kann auch in Grünheide nicht ausgeschlossen werden“, sagt Löb, „dort fließt dann aber das vergiftete Wasser schnurstracks in ein Naturschutzgebiet, gefährdet Flora und Fauna und die Trinkwasserversorgung auch von Millionen Berlinerinnen und Berlinern.“ Gerade im Umfeld von Erkner, müssten die Anwohner gewarnt sein, wie problematisch ein solches Hantieren mit Gefahrstoffen ist. Löb verweist auf die Phenol-Blase im dortigen Sanierungswassergebiet. Dort gelangten nach einem Bombenangriff 1944 Chemikalien aus den abgebrannten Teerwerken in den Boden und verseuchen ihn bis heute. Löb: „Das verschweigen sowohl die Behörden wie auch Tesla offenbar lieber. Die toten Fische in den Gewässern nach dem Berliner Brand sollten uns daran jetzt aber erinnern.“


Pressekontakt:
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Landesverband Brandenburg

–Landespressestelle–
Gartenstraße 2
16798 Fürstenberg

E-Mail:
presseoedp-brandenburg.de
Internet: www.oedp-brandenburg.de
Ansprechpartner: Thomas Löb – thomas.loeboedp.de
V.i.S.d.P.: Thomas Löb

Foto - toter Fisch: von pixabay.com


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